Die MotoGP-Elite staunt: Rookie Fabio Quartararo beim Debüt auf P5

Petronas-Yamaha-Pilot Fabio Quartararo lässt beim Qualifying einige prominente Namen hinter sich und bestätigt die starken Zeiten der Tests und Trainings

Exakt vier Zehntelsekunden trennten MotoGP-Rookie Fabio Quartararo beim ersten Qualifying in der Königsklasse von der Pole-Position-Zeit von Yamaha-Markenkollege Maverick Vinales. Damit war der junge Franzose zweitbester Yamaha-Pilot, noch vor MotoGP-Ikone Valentino Rossi und Ex-Moto2-Champion Franco Morbidelli. Von den MotoGP-Spitzenpiloten bekam Quartararo nach der starken Leistung im Qualifying allerhand Lob.

„Er leistet Großartiges“, kommentiert Yamaha-Werkspilot Vinales. „Das sahen wir bereits beim Test. Er war nicht nur auf eine Runde schnell. Er hatte auch ein gutes Renntempo. Er muss so weitermachen und versuchen. Stürze zu vermeiden. Das ist momentan am wichtigsten für ihn.“

„Er muss clever fahren, doch ich denke, er verhält sich bereits ziemlich clever. Fabio ist ein talentierter Fahrer. Er ist mit Sicherheit schnell“, bemerkt Vinales. „Ich bin froh, dass er mit dem Motorrad zurechtkommt. Wenn Fabio etwas besser macht als ich, dann kann ich mir das anschauen.“

„Ich verfolge ihn sehr intensiv seit seiner Zeit in der Spanischen Meisterschaft“, erklärt MotoGP-Weltmeister Marc Marquez und lobt den 19-Jährigen: „Er ist ein sehr talentierter Fahrer. Er sitzt auf einem Motorrad, das gut funktioniert. Er ist beim ersten Rennen nicht weit von Maverick entfernt, der im Moment der schnellste Yamaha-Pilot ist. Er ist ein Rookie. Es wird interessant, mit ihm im Rennen zu kämpfen.“

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso lobt ebenfalls die Fähigkeiten des Franzosen: „Er ist ein sehr talentierter Fahrer. Er ist jetzt an einem Punkt, an dem er darauf aufbauen kann.“ Dovizioso hält fest, dass Quartararo nun den nächsten Schritt machen und mit analytischer Arbeit die Weichen für die Zukunft stellen muss.

„Er hat eine große Chance im Moment. Er legte ein sehr hohes Tempo an den Tag. Es ist eine Sache, in der MotoGP schnell zu sein und eine andere, das in ein Ergebnis umzusetzen“, schildert Dovizioso. „Man muss in einigen Bereichen arbeiten. Es ist wichtig, dass er das versteht.“

Quartararo selbst war vom Ergebnis im Qualifying überrascht, auch wenn er wusste, dass er in Losail schnell ist. „Mein Ziel war es, Achter oder Neunter zu werden“, bemerkt er. „Wir wussten, dass wir schnell sind, doch die Bedingungen waren am Freitag viel besser. Marc fuhr im FT2 schneller als im Qualifying. Ich denke, alle waren in Kurve 2 am Limit. Ich bin froh, Startplatz fünf geholt zu haben und nicht gestürzt zu sein.“

Die MotoGP-Welt wartet gespannt darauf, zu sehen, was der Rookie im Rennen zeigt. „Ich kann mein Tempo fahren. Ich bin auf das Tempo der anderen Fahrer gespannt. Ich versuche, ihnen zu folgen. Mit Sicherheit können wir ihnen folgen, doch wir wissen nicht, wie es in den letzten fünf Runden aussieht. Das ist die Frage. Ich weiß noch nicht, wie man sich ein MotoGP-Rennen einteilt“, bemerkt er.

„Wenn man eine Rennsimulation absolviert, dann fährt man manchmal alleine, doch im Rennen stehen 22 Fahrer am Start. Ich bin gespannt, was passiert. Ich habe keine Erfahrung, doch Schritt für Schritt werden wir uns im Rennen verbessern“, ist Quartararo optimistisch.

Dass er Yamaha-Markenkollege Valentino Rossi beim ersten MotoGP-Qualifying seiner Karriere regelrecht alt aussehen ließ, überraschte ihn: „Ich kann es mir nicht erklären. Beim Test hatte er hier einen guten letzten Tag. Wir alle erleben schlechte Tage, an denen es nicht läuft. Wir kennen Vale. im Rennen wird er schnell sein. Er ist am Sonntag immer schnell. Ich mache mir keine Sorgen um ihn.“

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