„Einschlag war hart“ Schrötter in Thailand schuldlos in Crash verwickelt

Marcel Schrötter wird in Buriram in der ersten Runde schuldlos in einen Unfall verwickelt – Bei dem harten Aufprall hat sich der Deutsche nicht schwerer verletzt

Ein an sich schon schwieriges Wochenende auf dem Buriram-International-Circuit in Thailand endete für Marcel Schrötter im Moto2-Rennen schon nach wenigen Metern in Kurve 3. „Es gibt einfach immer wieder Leute, die meinen das Rennen in der ersten oder zweiten Kurve gewinnen zu müssen“, ärgert sich der Deutsche. Er wurde schuldlos in einen Unfall verwickelt. Joan Mir war in der Haarnadelkurve innen, rutschte plötzlich aus und stürzte. Der Domino-Effekt räumte Schrötter und Augusto Fernandez ab, die auf er äußeren Linie waren.

Alle drei purzelten in die Auslaufzone. „Es war mein Fehler“, nimmt Mir die Schuld auf sich. „In Kurve 3 habe ich einige Fahrer überholt, weil ich versuchen wollte auf das Podium zu fahren. Aber das Vorderrad rutschte weg und ich bin gestürzt.“ Schrötter schildert die Situation aus seiner Sicht: „Ich habe einen extremen Schlag in die rechte Seite meines Motorrades und Arms bekommen.“ Er hatte keine Chance, den Sturz zu verhindern.

Mir, der nächstes Jahr in der MotoGP fahren wird, bittet um Verzeihung: „Ich möchte mich bei den anderen Fahrern entschuldigen, die ebenfalls gestürzt sind.“ Der Crash ging für alle drei Fahrer glimpflich aus. Keiner hat sich eine ernsthafte Verletzung zugezogen. „Im ersten Moment“, sagt Schrötter, „hat es ziemlich wehgetan, weil ich das Gefühl hatte, dass der ganze Schlag in meinen Arm ging. Ich habe dann gespürt, dass ich ihn schon wieder ganz leicht bewegen kann, aber es bildet sich ein Bluterguss. Der Einschlag war auf jeden Fall hart.“

Es war ein Unfall, wie er in der Startphase passieren kann. Die Rennleitung bestrafte Mir deshalb nicht. Schrötter bezahlte den Preis dafür, die äußere Linie gewählt zu haben: „Ich bin sehr gut am Start weggekommen und habe mich dann außen eingereiht, um in der ersten Kurve den Schwung auf die lange Gerade mitzunehmen. Bis dahin hat alles einwandfrei funktioniert. In der zweiten Kurve habe ich nichts anders gemacht, weil die meisten anderen sowieso wieder nach innen gezogen sind. Ich habe auch an dieser Stelle ein paar Meter aufgeholt.“

„Die Strecke ist einfach so breit, dass man den Platz ausnutzt. Außen ist immer ein Risiko, wenn innen etwas passiert. Leider hat es mich genau so erwischt“, seufzt der Deutsche. „Das ist schon sehr bitter, weil ich glaube, wir hatten eine gute Chance. Das Rennen war in den ersten zehn Runden gar nicht allzu schnell und viele unserer Meisterschaftskonkurrenten sind auch ausgefallen. So hätten wir viel Boden in der WM gutmachen können.“

„Zum Glück haben wir in der Meisterschaft nicht an Boden verloren. Bis auf den drittplatzierten Brad Binder, der sich nun etwas absetzt, sind die Jungs vor mir alle in Reichweite“, sagt Schrötter, der Siebter der Gesamtwertung ist. „Es ist einfach schade, ich wäre das Rennen natürlich gerne zu Ende gefahren. Wir werden in Japan erneut angreifen und alles versuchen, wieder mit vorne dabei zu sein.“ Knapp zwei Wochen bleiben Zeit, damit die Wunden verheilen können. „Oftmals ist auch nur ein Bluterguss eine langwierige Angelegenheit und zudem sehr schmerzhaft. Bis Japan wird aber wieder alles in Ordnung sein.“

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