Jorge Martin gewinnt in Sepang und ist Moto3-Weltmeister 2018

Der Spanier Jorge Martin (Honda) sichert sich mit dem Sieg beim Grand Prix von Malaysia den WM-Titel, denn Marco Bezzecchi (KTM) kommt als Fünfter ins Ziel

Die Titelentscheidung in der Moto3-Klasse ist beim Grand Prix von Malaysia gefallen. Jorge Martin (Honda) feierte in Sepang seinen siebten Saisonsieg, während Marco Bezzecchi (KTM) als Fünfter ins Ziel kam. Zu Beginn der letzten Runde lag Bezzecchi noch an der zweiten Stelle. Das hätte die WM-Entscheidung auf das Finale in Valencia vertagt. Aber dann verlor der Italiener noch Positionen und kam nur als Fünfter ins Ziel. Mit diesem Rennergebnis war Martin uneinholbare 26 WM-Punkte vorne.

Nachdem über weite Strecken eine große Spitzengruppe beisammen blieb und miteinander kämpfte, erhöhte Martin vier Runden vor Rennende das Tempo und setzte sich an der Spitze ab. Der Spanier baute sich einen Vorsprung von rund drei Sekunden auf und machte alles klar. „Es ist fantastisch, unglaublich“, sagt Martin, als er nach der Zieldurchfahrt realisiert hatte, dass er der neue Champion ist. „Ich hätte es heute nicht erwartet. Aber ich konnte davonziehen. Mein ganzes Leben habe ich darauf hingearbeitet. Es ist hervorragend. Danke an alle!“

Honda feierte nicht nur den WM-Titel bei den Fahrern, sondern in Sepang auch einen Dreifacherfolg. Hinter Martin kamen die beiden Leopard-Teamkollegen Lorenzo Dalla Porta und Enea Bastianini als Zweiter und Dritter ins Ziel. Beide schnappten sich in der letzten Runde Bezzecchi und halfen damit Martin. Und auch Albert Arenas (KTM) ging noch an der Startnummer 12 vorbei.

In der Anfangsphase des Rennens versuchte der Bezzecchi aggressiv zu fahren und die Führung zu behaupten. Platz fünf war im Ziel zu wenig, um Martin beim Saisonfinale noch unter Druck setzen zu können. Sechster wurde Fabio Di Giannantonio (Honda). Zwischen Bezzecchi und di Giannantonio geht es beim Finale noch um die Vizeweltmeisterschaft, denn sie trennen nur neun WM-Punkte. Die Top 10 komplettierten Darryn Binder (KTM), Tony Arbolino (Honda), Tatsuki Suzuki (Honda) und Niccolo Antonelli (Honda).

Lokalmatador Adam Norrodin (Honda) musste wegen einer Strafe aus der Boxengasse starten und zeigte dann eine Aufholjagd, die ihn bis in die Spitzengruppe nach vor brachte. Ein Sturz beendete die Show allerdings. Auch Aron Canet (Honda) und Celestino Vietti (KTM) schieden durch Sturz aus. Keine Aufholjagd zeigte Philipp Öttl (KTM). Der Deutsche fuhr am Ende des Feldes und kam schließlich als 19. ins Ziel. Wieder sammelte Öttl keine WM-Punkte.

Das Saisonfinale findet am 18. November in Valencia (Spanien) statt.

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