Nach Kritik an Jorge Lorenzo: Marc Marquez verteidigt zukünftigen Teamkollegen

Marc Marquez nimmt Jorge Lorenzo nach dessen Malaysia-Absage in Schutz – Das Verhältnis zwischen Lorenzo und Andrea Dovizioso ist weiterhin angespannt

Vor einigen Wochen krachte es noch heftig zwischen Jorge Lorenzo und Marc Marquez. Mittlerweile scheinen die zukünftigen Honda-Teamkollegen aber wieder auf Kuschelkurs zu sein. Nachdem Lorenzo Marquez zuletzt bereits sportlich fair zum WM-Titel gratuliert hatte, nimmt nun der Weltmeister seinen Landsmann in Schutz. Der nämlich war aufgrund seines Startverzichts in Malaysia teils heftig kritisiert worden.

Hintergrund: Lorenzo war zwar am vergangenen Wochenende nach Sepang gereist, zog seine Teilnahme allerdings zurück. Denn am Freitag war er aufgrund seiner Verletzung nicht konkurrenzfähig gewesen. Daraufhin waren Spekulationen aufgekommen, dass Lorenzo überhaupt nur deshalb nach Malaysia gekommen sei, um möglichen Sanktionen durch Ducati zu entgehen.

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„Wir sprechen hier über einen Fahrer, der 24 Stunden nach einer Operation am Schlüsselbein in Assen gefahren ist“, verteidigt Marquez Lorenzo im Gespräch mit der spanischen ‚Marca‘. Der Weltmeister findet außerdem klare Worte für alle, die Lorenzo vorwerfen, er habe die Saison 2018 bereits abgehakt und erscheine nur noch zu den Rennen, um sein Geld von Ducati zu kassieren.

Marc Marquez: Lorenzo hatte Schmerzen

„Die Leute, die das schreiben, haben keine Ahnung von Sportlern“, erklärt Marquez und ergänzt: „Manchmal fahren wir mit einem gebrochenen Schlüsselbein, weil die Bewegung nicht so schmerzt. Aber das Handgelenk benutzen wir permanent.“ Für den Weltmeister steht daher fest: „Lorenzo ist deshalb nicht gefahren, weil die Schmerzen ihn davon abgehalten haben.“

Während es zwischen Marquez und Lorenzo wieder etwas harmonischer zugeht, ist die Beziehung des Ex-Champions zu Noch-Teamkollege Andrea Dovizioso weiterhin auf einem Tiefpunkt. Eigentlich hatte Ducati für den Dienstag eine Aussprache im Rahmen der Motorradmesse EICMA in Mailand angekündigt. Doch dort war die Stimmung zwischen den beiden Piloten noch immer angespannt.

„In Brünn hat uns Ducati angewiesen, nicht schlecht übereinander zu sprechen. Aber stattdessen hat Andrea diese Dinge gesagt“, wird Lorenzo von ‚GPOne.com‘ zitiert. „Dovi“ hatte sich ebenfalls kritisch im Hinblick auf Lorenzos Startverzicht in Sepang geäußert. Der Spanier hatte daraufhin über die sozialen Netzwerke mit sarkastischen Äußerungen über seinen Teamkollegen gekontert.

Fotocredit: ©LAT

 

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