KTM jubelt über Pol Espargaros achten Platz: „Großartiges Wochenende“

KTM-Pilot Pol Espargaro fährt beim Grand Prix in Austin in die Top 8: Die Fortschritte bei der Entwicklung der KTM RC16 machen den Spanier stolz

Der Grand Prix der USA endete für KTM mit dem bisher besten Saisonergebnis. Pol Espargaro kam mit 29,7 Sekunden Rückstand als Achter ins Ziel und reist als WM-Neunter zum Europaauftakt nach Jerez. Erneut stellte er Teamkollege Johann Zarco deutlich in den Schatten. Bereits im Qualifying überraschte der Spanier mit einer starken Leistung. Im Q2 sicherte sich Espargaro Startplatz fünf. Doch dass er diesen nicht halten kann, wusste er bereits vor dem Start.

„Das Rennen verlief wie erwartet. Wir starteten von Position fünf, doch ich warnte bereits am Samstag, dass wir realistisch bleiben müssen“, bemerkt Pol Espargaro. „Ohne die Stürze und Frühstarts wären wir auf Platz elf gelandet. Ich konnte aber gut mithalten und war 16 Sekunden schneller als im Vorjahr.“

Der anspruchsvolle Kurs und dessen Beschaffenheit erschwerten den Fahrern im Rennen die Arbeit. „Durch die Bodenwellen war es schwierig, das Rennen zu beenden. Für die Motorräder und Fahrer war es sehr anspruchsvoll. Es ist gut, dass ich sitzen geblieben bin und einige Punkte holen konnte. Wir sind in der Meisterschaft auf Platz neun. Wir überholten Aprilia. Diese ersten Rennen sind die schwierigsten für uns“, hält Pol Espargaro fest und freut sich auf die Europarennen.

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Im Rennen hatte selbst Ducati-Werkspilot Danilo Petrucci Probleme, an der KTM von Espargaro vorbeizuziehen. „Pol fuhr sehr gut“, lobt Petrucci, der in der Startaufstellung eine Reihe hinter Espargaro stand. „Er hatte einen guten Startplatz. Sie haben ebenfalls einen guten Motor. Es war schwierig, ihn zu überholen.“

Einige Verbesserungen

Offensichtlich gelangen KTM bei der Entwicklung einige Verbesserungen. „Ich bin richtig begeistert, was die Jungs im Werk machen. Ich bin super stolz, wie in Österreich gearbeitet wird“, lobt Pol Espargaro die Arbeit der KTM-Ingenieure. Doch zu den etablierten Herstellern – Honda, Ducati, Yamaha und Suzuki – gibt es noch eine erkennbare Lücke.

Welche Stärken und Schwächen hat die RC16 momentan? „Unser Motorrad lenkt nicht so schnell ein wie die anderen Maschinen. Es fühlt sich ein bisschen schwerfälliger an als die anderen Bikes. Nach diesem Rennen fühlte ich meine Beine und Schultern. Ich muss sehr viel Kraft aufwenden, um das Motorrad umzulegen“, nennt Espargaro die Schwachstellen.

„Das Motorrad hat aber auch Stärken. Beim Bremsen ist es sehr gut. Ich kann zudem sehr schnell in Kurven einbiegen. Diese Stärken muss ich nutzen. Ich muss diese Vorteile so gut es geht ausquetschen“, berichtet die Startnummer 44.

Leitner: Mehr als zufrieden

Teammanager Mike Leitner ist mit Espargaros Vorstellung in Austin mehr als zufrieden: „Aus Pols Sicht war es ein großartiges Wochenende für uns. Austin ist eine anspruchsvolle Strecke für alle Motorräder und Fahrer. Er zeigte im Qualifying eine sehr gute Leistung. Im Rennen hielt er seinen Rhythmus bei und wurde Achter. Damit können wir sehr zufrieden sein.“

Fotocredit: ©LAT

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