Marc Marquez zieht Bilanz: Diese Rennen waren 2018 entscheidend

Marc Marquez blickt auf den Kampf gegen die beiden Ducati-Piloten in der MotoGP-Saison 2018 zurück – und macht dabei vor allem zwei Rennen als entscheidend aus

Am Ende der MotoGP-Saison 2018 hatte Weltmeister Marc Marquez 76 Punkte Vorsprung auf seinen engsten Verfolger Andrea Dovizioso. Wirklich in Gefahr war der WM-Titel des Spaniers bereits ab der Sommerpause nicht mehr. Dabei startete die Saison für Marquez nicht optimal. Beim Saisonauftakt in Katar wurde er hinter „Dovi“ nur Zweiter, und in Argentinien blieb er nach einem völlig verkorksten Wochenende ganz ohne Punkte.

Nach dem dritten Saisonrennen in Austin lag Marquez in der WM noch einen Punkt hinter Dovizioso. „Die entscheidenden Rennen waren dann Jerez und Le Mans“, erinnert sich Marquez zurück und erklärt: „Ich habe zwei Rennen in Folge gewonnen, während Dovizioso und Lorenzo gestürzt sind und nur wenige Punkte holen konnten. Dort habe ich den Vorsprung deutlich ausbauen können.“

Nach Le Mans lag Marquez bereits 49 Punkte vor dem späteren Vizeweltmeister. „Wenn Du dann ein großes Polster hast, wird alles einfacher“, erklärt er und verrät: „Das war der Wendepunkt in der Saison. Dann konnte ich auf jeder Strecke schnell fahren. In einem guten Rennen konnte ich gewinnen, in einem eher schwierigen Rennen konnte ich dennoch Zweiter oder Dritter werden. Das war ein gutes Signal.“

Konstanz beschert Marc Marquez die Meisterschaft

Vor allem aufgrund von Marquez‘ Konstanz war es für „Dovi“ anschließend unmöglich, die Lücke noch einmal zu schließen. Zwar stürzte Marquez in Mugello, doch danach stand er in den folgenden neun Rennen immer auf dem Podium und konnte dabei fünfmal gewinnen. Erst beim Grand Prix in Australien blieb Marquez erstmals seit Mugello wieder ohne Punkte – doch da war die WM bereits offiziell entschieden.

„Die Konstanz war über die gesamte Saison hinweg sehr gut“, freut sich der Spanier und erklärt: „Wir arbeiten wirklich sehr hart in der Saisonvorbereitung, um diese Konstanz erreichen zu können. Das habe ich im Vorjahr von ‚Dovi‘ gelernt. Er war wirklich gut darin, alles zu managen. In diesem Jahr haben wir mit Honda und dem ganzen Team einen tollen Job gemacht.“

„Ehrlich gesagt hatte ich nur in Mugello Probleme“, erinnert er sich zurück und verrät: „Das war auch der einzige große Fehler, der mir in diesem Jahr passiert ist. Abgesehen davon konnte ich in der gesamten Saison sehr konstant fahren – das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Der Weltmeister erklärt außerdem: „Ab dem dritten Rennen war mir klar, dass Ducati mit dem Team und dem Bike der Hauptgegner im Titelkampf sein wird.“

„Ducati war im Vorjahr besonders in der zweiten Saisonhälfte sehr stark. In diesem Jahr waren sie aber von Beginn an sehr gut. Sie haben sich verbessert“, lobt der Spanier die Konkurrenz. Am Ende waren Ducati und Dovizioso aber trotzdem chancenlos gegen Honda und Marquez. Und klar ist bereits jetzt: Kann Marquez diese Konstanz auch 2019 halten, wird es für die Gegner nicht leichter.

Fotocredit: ©LAT

 

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