Neuer Asphalt: Silverstone reagiert auf MotoGP-Absage 2018

Um ein ähnliches Drama wie 2018 zu verhindern, wird die Rennstrecke in Silverstone aller Voraussicht nach erneut neu asphaltiert

Es war einer der großen Aufreger in der MotoGP-Saison 2018: die Absage des Grand Prix von Großbritannien. Die starken Wassermassen, die das Asphaltband nicht mehr bewältigen konnte, brachten die Piloten in Aquaplaning-Gefahr. Daher wurde die Notbremse gezogen. Die Saison wurde auf 18 Rennen verkürzt und Silverstone musste sich verpflichten, eine Lösung für die kommende Saison zu finden. Nun wurde bekannt, dass die Rennstrecke erneut neu asphaltiert werden soll.

Wie ‚Racefans.net‘ berichtet, soll Silverstone planen, die komplette Strecke vor dem Formel-1-Grand-Prix neu zu asphaltieren. Und das bereits zweiten Mal binnen zwei Jahren. Schon vor der Saison 2018 wurde die Traditions-Rennstrecke mit einer neuen Oberfläche versehen. Allerdings hielt der Asphalt nicht, was er versprach. Die Absage des MotoGP-Rennens hatte nicht nur finanzielle Konsequenzen für die Rennstrecke, sondern auch einen Image-Schaden zur Folge.

Zumindest wurden die Kosten für die Entschädigungs-Zahlungen an die Fans, die ein Ticket erstanden hatten, von der Versicherung der Rennstrecke übernommen. Unklar ist jedoch, wer für die Mehrkosten der erneuten Asphaltierung aufkommen soll. Um diese Frage zu klären, muss die Untersuchung über die MotoGP-Absage zunächst abgeschlossen werden. „Wir warten noch auf das Endergebnis der Untersuchung“, wird Silverstone-Manager Stuart Pringle bei ‚Racefans.net‘ zitiert.

Viele Piloten forderten Neu-Asphaltierung

Er hoffe, dass man die Asphaltierungs-Arbeiten vor dem Formel-1-Rennen abschließen kann. Dieses soll am 12. Juli stattfinden. Die MotoGP-Fahrer gastieren laut Kalender 2019 am 25. August. Sowohl Formel-1- wie auch MotoGP-Fahrer äußerten sich kritisch über den Zustand der Strecke. Viele Zweirad-Akrobaten forderten nach der Rennabsage eine völlige Neu-Asphaltierung. Auf jene Forderung hat man nun reagiert. „Irgendetwas stimmt nicht, denn das Wasser kann nicht abfließen. Dieses Problem müssen sie beheben. Ich mag Silverstone sehr – doch wenn es regnet, dann ist es zu gefährlich“, ließ Valentino Rossi wissen.

Neben Silverstone war auch der Kurs in Jerez ein Gesprächsthema unter den Piloten. Denn auch dort entspreche der Asphalt nicht mehr den üblichen Standards. Daher hat man auf der spanischen Rennstrecke bereits in dieser Woche mit den Bauarbeiten begonnen, wie ‚GPOne.com‘ berichtet. Zunächst muss die alte Asphaltschicht abgefräst werden, damit danach ein neues Band aufgetragen werden kann. Viel Zeit bleibt jedoch nicht, denn schon Ende Januar werden die Superbike-Piloten auf der Strecke testen.

Fotocredit: ©LAT

 

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