Poncharal: Moto2-Rookies Öttl und Bezzecchi müssen noch viel lernen

Tech-3-Teamchef Herve Poncharal analysiert die Leistung seiner beiden Moto2-Rookies Philipp Öttl und Marco Bezzecchi in Katar – und zieht ein ernüchterndes Fazit

Es hatte sich in den Vorsaison-Tests bereits abgezeichnet und bewahrheitete sich auch im Rennen: Team-Boss Herve Poncharal fährt mit seinen beiden Moto2-Rookies Marco Bezzecchi und Philipp Öttl in der eng umkämpften Klasse hinterher. Öttl lief nur auf Platz 23 mit mehr als 47 Sekunden Rückstand ein, Bezzecchi wurde nach einem Sturz Letzter.

Dabei müssen sich nicht nur die Fahrer auf die Moto2 erst einschießen. Auch das Tech-3-Team startet mit dem Triumph-Einheitsmotor und KTM-Chassis in eine neue Ära. Nachdem man eigentlich das Mittelfeld im Visier hatte, ist man nun auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Poncharal gibt zu: „Wir wussten, dass nach den schwierigen Tests im Winter eine Top-15-Platzierung schwierig werden würde.“

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„Trotzdem waren wir sehr gespannt auf dieses Rennen, denn die Piloten sind zum ersten Mal eine volle Renndistanz gefahren. Sie konnten viel lernen und den anderen folgen, um ihren Fahrstil anzupassen und die Moto2 besser zu verstehen“, sagt der Franzose weiter. Umso bitterer war Bezzecchis Crash schon in der ersten Runde des Auftaktrennens in Katar.

Lob für gestürzten Bezzecchi

Doch der Tech-3-Teamchef erklärt: „Es hatte nichts mit ihm zu tun. Er wurde von einem anderen Fahrer getroffen und musste so von weit hinten das Rennen wieder aufnehmen. Das war sehr schade, aber zum Glück konnte er überhaupt weiterfahren.“ Obwohl das Motorrad laut Poncharal verbogen war, versuchte Bezzecchi zu pushen und den Anschluss zu finden.

„Er hat seine beste Leistung gezeigt, seit er in die Moto2 aufgestiegen ist“, lobt der Teamboss den Kampfgeist seines Schützlings. „Die Rundenzeiten waren recht konkurrenzfähig. Ich glaube, er wäre ziemlich nahe an eine Top-15-Platzierung gekommen, hätte es den Sturz nicht gegeben.“ Zumal nicht nur der, sondern auch Schmerzen im Bein den Rookie behinderten.

Sein Teamkollege Öttl beendete seinen ersten Grand Prix in der neuen Klasse drei Plätze vor Bezzecchi. Er tut sich auf der Moto2-KTM noch schwer. Poncharal analysiert: „Philipp hatte nicht den besten Start der Welt, ist aber immerhin sitzen geblieben und hat gepusht. Ich denke, er konnte viel lernen, aber uns hat einfach die Pace gefehlt, um uns besser zu platzieren.“

Steigerung für Öttl in Argentinien?

„Er ist sehr motiviert, wird zurück in Deutschland weiter trainieren. Und all die Informationen, die er an den zwei Wochenenden hier in Katar gesammelt hat, verarbeiten“, lobt er auch Öttls Disziplin. Trotz des schwierigen Starts bleibt Poncharal positiv und blickt auf Argentinien: „Die Strecke ist sehr interessant und ich hoffe, dass Marco und Philipp dort schneller sein werden.“

Dennoch übt sich der Tech-3-Boss in Geduld, will nicht zu viel erwarten. „Wir wissen, dass es ein langer Prozess ist und die Besten der Moto2 schon seit einigen Saisons in dieser Klasse sind. Deshalb müssen wir mit unseren beiden Rookies weiter lernen und entwickeln. Und ihnen vor allem zeigen, dass wir hinter ihnen stehen und viel Vertrauen in sie setzen.“

Fotocredit: ©LAT

 

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